Details
Essig (z. B. Weißweinessig, Apfelessig, Balsamicoessig, Rotweinessig) wird aus der Vergärung von Ethanol zu Essigsäure hergestellt. Er enthält praktisch keine Purine – die durchschnittliche Portion (1 Esslöffel ≈ 15 ml) liefert 0 mg Purine – und hat daher keinen direkten Einfluss auf den Harnsäurespiegel im Blut.
Einige Studien deuten darauf hin, dass die in Essig enthaltene Essigsäure die Insulinsensitivität verbessern und den Blutzuckeranstieg nach Mahlzeiten mildern kann , . Da Insulinresistenz mit erhöhter Harnsäure assoziiert ist, könnte dieser Effekt indirekt die Harnsäurekontrolle unterstützen. Die Evidenz für eine direkte harnsäuresenkende Wirkung von Essig ist jedoch schwach und nicht ausreichend für klinische Empfehlungen.
Apfelessig wird oft als Hausmittel gegen Gicht beworben, aber kontrollierte Studien fehlen. In moderaten Mengen (1–2 Esslöffel pro Tag, z. B. in Salatsoßen oder verdünnt als Getränk) ist er unbedenklich. Unverdünnter Essig kann die Speiseröhre reizen und Zahnschmelz angreifen.
Es gibt keine Hinweise, dass Essig Gichtanfälle auslöst. Er ist ein gichtfreundliches Gewürz, sollte aber nicht die Standard-Harnsäuresenkungstherapie wie Allopurinol ersetzen.
Fazit: Essig ist in Maßen unbedenklich und kann Teil einer gichtgerechten Ernährung sein, ersetzt aber keine medikamentöse Behandlung.
Johnston CS, Gaas CA. Vinegar: medicinal uses and antiglycemic effect. MedGenMed. 2006;8(2):61.
Mitrou P, Rapti E, Lambadiari V, et al. Vinegar consumption increases insulin-stimulated glucose uptake by the forearm muscle in humans with type 2 diabetes. J Diabetes Res. 2015;2015:175204.
Informationen mit KI recherchiert — keine medizinische Beratung.