Pfefferminzbonbons sind purinfrei, aber zuckerreiche Kochbonbons; überschüssige Fruktose kann die Harnsäure erhöhen, daher Portionen begrenzen.
Pfefferminzbonbons sind harte Kochbonbons, die typischerweise aus Zucker, Glukosesirup, Pfefferminzöl und manchmal Farbstoffen hergestellt werden. Sie enthalten kein Fleisch, keine Meeresfrüchte, keinen Hefeextrakt und kein Organgewebe, sodass ihr Puringehalt praktisch vernachlässigbar ist. Das wichtigste gichtrelevante Problem ist der zugesetzte Zucker.
Saccharose und Glukosesirup: Saccharose besteht etwa zur Hälfte aus Fruktose. Der Fruktosestoffwechsel in der Leber kann ATP verbrauchen und AMP produzieren, das zu Harnsäure abgebaut wird. Regelmäßig große Mengen fruktosereicher Süßigkeiten können den Serumharnsäurespiegel erhöhen und zu Insulinresistenz, zentraler Gewichtszunahme und metabolischem Syndrom beitragen – allesamt mit einem höheren Gichtrisiko verbunden. Glukosesirup besteht überwiegend aus Glukose, aber einige Formulierungen enthalten Glukose-Fruktose-Sirup, der Fruktose hinzufügt.
Pfefferminzöl: keine nennenswerte Purinlast und kann Übelkeit oder Verdauung lindern, senkt aber die Harnsäure nicht.
Zuckerfreie Varianten: können Sorbit, Xylit, Maltit oder Isomalt verwenden. Diese vermeiden Fruktose, können aber Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Sie sind im Allgemeinen gichtneutral.
Ein paar Pfefferminzbonbons gelegentlich lösen wahrscheinlich keinen Schub aus. Vermeiden Sie es, sie täglich handvoll zu essen, besonders wenn Sie Adipositas, Typ-2-Diabetes oder hohe Triglyceride haben. Wählen Sie zuckerfreie Pfefferminzbonbons, wenn Sie Zucker und Fruktose reduzieren möchten, und zählen Sie sie innerhalb der täglichen Grenzwerte für zugesetzten Zucker. Flüssigkeitszufuhr und harnsäuresenkende Therapie sind weitaus wichtiger als ein einzelnes Pfefferminzbonbon.
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