Kräuterpräparate

Mit Maß

Kräuterpräparate unterscheiden sich stark in Purin- und Wirkstoffgehalt, daher variiert ihre Wirkung bei Gicht je nach Produkt. Vor der Einnahme Etiketten prüfen und mit einem Arzt sprechen.

Überblick

Kräuterpräparate sind eine breite Kategorie, daher gilt kein einheitliches Urteil zur Gicht für alle. Die Wirkung hängt vom jeweiligen Kraut, seiner Konzentration und etwaigen Zusatzstoffen ab. Auch die Qualität schwankt, da Nahrungsergänzungsmittel in vielen Ländern vor dem Verkauf nicht von Behörden auf ihre Wirksamkeit geprüft werden [1].

Mögliche Vorteile

Sauerkirschextrakt ist das pflanzliche Präparat, das bei Gicht am häufigsten untersucht wird. Einige Studien und Beobachtungsstudien verbinden den Verzehr von Sauerkirschen mit niedrigerer Harnsäure und weniger Schüben [1]. Bestimmte Pflanzenstoffe, etwa Kurkuma (Curcumin), haben entzündungshemmende Eigenschaften, die bei Anfällen relevant sein könnten, wobei die Belege beim Menschen bei Gicht begrenzt sind [2].

Mögliche Risiken

Manche Mehrkomponentenprodukte enthalten Bierhefe oder Hefe aus der Ernährung, Fisch- oder Organextrakte oder purinreiche Pflanzenkonzentrate, die alle die Harnsäure erhöhen können [3]. Bestimmte Kräuter können zudem mit Gichtmedikamenten wechselwirken oder die Nierenfunktion beeinflussen. Produkte mit der Bezeichnung „Detox“ oder „Entgiftung“ werden oft mit nicht belegten Versprechen beworben und können zur Dehydrierung beitragen.

Praktische Hinweise

Zutatenlisten sorgfältig lesen und Produkte mit Hefe oder tierischen Extrakten meiden. Ausreichend trinken und vor Beginn einer Einnahme einen Arzt oder Apotheker fragen, besonders wenn Allopurinol, Febuxostat, Colchicin oder Blutverdünner eingenommen werden. Neue Beschwerden nach Beginn eines Produkts melden.

Mit KI recherchiert — keine medizinische Beratung. Fragen Sie eine qualifizierte Fachkraft, bevor Sie Ernährung oder Behandlung ändern.