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Sardellen gehören zu den purinreichsten Lebensmitteln und können den Harnsäurespiegel stark erhöhen und Gichtanfälle auslösen.
Sardellen sind kleine fette Fische, die ganz gegessen werden, weshalb ihr Puringehalt außergewöhnlich konzentriert ist – häufig werden etwa 200–400 mg pro 100 g angegeben, einer der höchsten Werte aller Lebensmittel. Purine werden zu Harnsäure abgebaut, und bei Menschen mit Gicht oder Hyperurikämie kann eine hohe Purinlast den Serumharnsäurewert steigen lassen und innerhalb von Stunden bis zu ein bis zwei Tagen einen Anfall auslösen.
Sardellen liefern tatsächlich Omega-3-Fettsäuren (EPA und DHA), die Entzündungen sanft lindern können, und sie enthalten keine Fruktose, keinen zugesetzten Zucker und keinen Alkohol. Das sind echte Pluspunkte – aber sie wiegen die Purinlast nicht auf. Anders als purinärmere Fische wie Lachs oder Forelle werden Sardellen üblicherweise zusammen mit Sardinen, Miesmuscheln, Jakobsmuscheln und Innereien als Lebensmittel genannt, die gemieden werden sollten.
Schon kleine Mengen zählen, denn Sardellen sind oft unsichtbar: Worcestershire-Sauce, Caesar-Dressing, Sardellenpaste, viele asiatische Fischsaucen, Puttanesca und manche Pizza-Beläge sind alles konzentrierte Quellen. Sardellenfilets aus der Dose bringen zudem viel Natrium mit, was für Blutdruck und Nierengesundheit ungünstig ist.
Wenn Sie Gicht haben, verzichten Sie auf Sardellen und Sardellen-Würzmittel, besonders während eines Anfalls oder solange die Harnsäure über dem Zielwert liegt. Wenn Sie sie doch essen, halten Sie die Portion sehr klein, trinken Sie viel Wasser und kombinieren Sie sie nicht mit Alkohol oder anderen purinreichen Lebensmitteln.
Dies sind allgemeine Informationen und keine medizinische Beratung.